Wilhelmsäcker

Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Wilhelmsäcker“

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

NSG Wilhelmsäcker

NSG Wilhelmsäcker

Lage Stutensee, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 52 ha
Kennung 2.211 (NSG)
2.15.064 (LSG)
Geographische Lage 49° 7′ N, 8° 30′ O49.1208638.500242Koordinaten: 49° 7′ 15″ N, 8° 30′ 1″ O
Wilhelmsäcker (Baden-Württemberg)
Wilhelmsäcker (Baden-Württemberg)
Einrichtungsdatum 12. Dezember 1997
Verwaltung Regierungspräsidium Karlsruhe

Die Wilhelmsäcker sind ein vom Regierungspräsidium Karlsruhe am 12. Dezember 1997 durch Verordnung ausgewiesenes Natur- und Landschaftsschutzgebiet auf dem Gebiet der Gemeinde Stutensee im Landkreis Karlsruhe.

Lage und Beschreibung

Das insgesamt ca. 52 Hektar große Schutzgebiet liegt am nordwestlichen Ortsrand des Ortsteils Spöck. Der etwa 27 ha große östliche Teil ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es reicht vom Blattsee im Norden bis zum Gewann Storchenäcker im Süden. Westlich davon schließt das Landschaftsschutzgebiet mit ca. 25,5 ha an. Es umfasst die Gewanne Bauersäcker, Eulenäcker und Scheibenlechtenheck.

Es gehört naturräumlich zu den Hardtebenen. im Norden grenzt das Landschaftsschutzgebiet Hardtwald nördlich von Karlsruhe an.

Das Gebiet umfasst eine offene Kulturlandschaft mit Filzkraut-Federschwingel-Rasen auf Ackerbrachen.

Schutzzweck

Der wesentliche Schutzzweck des Naturschutzgebiets ist laut Schutzgebietsverordnung „die Erhaltung und Förderung der Relikte der einzigartigen Biotoptypen ehemals verbreiteter Sandfluren in der nordbadischen Rheinebene. Geschützt werden sollen insbesondere die seltenen Lebensräume und die letzten Rückzugsflächen für die hoch spezialisierten Tier- und Pflanzengesellschaften trockener Sandstandorte und deren Pionierstadien; die Strukturvielfalt der unterschiedlichsten Entwicklungsstadien sowie die Vernetzung der trockenen Sandfluren und der feuchten bis nassen Lebensraumtypen des Baggersees; die Vielfalt der bedrohten und gefährdeten Tiere und Pflanzen sowie deren Vergesellschaftungen [sowie] die Ackerbegleitflora der Sandäcker als schützenswürdiges, kulturhistorisches Dokument.“[1]

Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist, „die empfindlichen Flächen des Naturschutzgebietes als Puffer vor Beeinträchtigungen zu schützen. Es dient der Erhaltung der wertbestimmenden Kriterien des Naturschutzgebietes und ist für dessen Sicherung erforderlich.“[1]

Siehe auch

Literatur

  • Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-5172-7
Commons: Naturschutzgebiet Wilhelmsäcker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Wilhelmsäcker« (Gemeinde Stutensee, Landkreis Karlsruhe) vom 12. Dezember 1997 (GBl. v. 13.02.1998, S. 44). (PDF; 39 kB) 12. Dezember 1997, abgerufen am 17. Mai 2024. 
Naturschutzgebiete im Landkreis Karlsruhe

Albtal und Seitentäler | Allmendäcker | Altrhein Kleiner Bodensee | Altrhein Neuburgweier | Altrhein-Königsee | Apfelberg | Beim Reutwald | Beim Roten Kreuz | Bruch bei Stettfeld | Erlich | Federbachbruch zwischen Muggensturm und Malsch | Gewann Frankreich-Wiesental | Glasbächle, Krebsbächle und Farlickwiesen | Greifenberg | Im oberen Haubruch | Kaiserberg | Kälberklamm und Hasenklamm | Kleiner Kraichbach | Kohlbachtal und angrenzende Gebiete | Kohlplattenschlag | Kraichbach- und Weiherbachaue | Kraichbachniederung | Lehmgrube am Heulenberg | Malscher Aue | Michaelsberg und Habichtsbuckel | Mistwiesen | Oberbruchwiesen | Östringer Erlenwald | Pfinzquellen | Rheinniederung zwischen Au am Rhein, Durmersheim und Rheinstetten | Ritterbruch | Rotenberg | Rußheimer Altrhein-Elisabethenwört | Sandgrube im Dreispitz-Mörsch | Seelachwiesen | Tongrube Gochsheim | Ungeheuerklamm | Wagbachniederung | Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen | Wilhelmsäcker | Zwölf Morgen

Albtalplatten und Herrenalber Berge | Altrhein Neuburgweier | Attental | Bahnbrücker Acker- und Streuobstgebiet | Bauerbach- und Kraichbachtal | Bernhardsweiher | Birkenbruch | Blankenlocher Wiesen | Bocksbachtal | Brettener Kraichgau (Lohnwald und Talbachniederung Neibsheim, Kuckucksberg und Aspe Büchig, Waldwingert Bauerbach, Großmulte Gölshausen, Weinberg Dürrenbüchig, Sprantal und Salzachtal Ruit) | Bruch | Bruchwaldgebiet der alten Kinzig-Murg-Rinne | Claffenbrunnenbächle | Diedelsheimer Talaue | Erlach | Gefällwald | Gölshausener Niederung | Hambrücker Wiesen | Hardtwald bei Ettlingen und Rheinstetten | Hardtwald nördlich von Karlsruhe | Hardtwald südlich von Karlsruhe | Heglachaue | Hochgestade westlich von Graben | In den Brunnenwiesen | Kalkofen | Karlsbader Bachlandschaften | Kinzig-Murg-Rinne zwischen Ettlingen und Malsch | Kohlbachtal und angrenzende Gebiete | Kraichgau | Kupferhälde | Malscher Aue | Michaelsberg - Eichelberg | Michaelsberg und Habichtsbuckel | Münzesheimer Berg | Neuwiesen | Obere Lußhardt | Oberes Beierbachtal | Pfinzgau | Ravensburg und Alter Berg | Rechberg | Rheinaue nördlich von Karlsruhe | Rheinniederung zwischen Au am Rhein, Durmersheim und Rheinstetten | Rheinniederung zwischen Insel Aubügel und Neuburgweier | Saalbachniederung | Seegrund | Sickinger Tal | Streuobstwiesen zwischen Bauerbach und Flehingen | Um den Eichelberg und Mahlberg | Um die Großwiese | Vorbergzone nördlich von Ettlingen | Vorbergzone zwischen Ettlingenweier und Malsch, Mohrenwiesen und Langwiesen | Waldbronner Albgau | Waldteil bei der Lochmühle | Watthalde | Weckerlesbrünnle | Weingartener Wiesental | Weinges Erlich | Wilhelmsäcker | Wössinger Waldwiesen